top of page

TBB-TIPP 09/26 FI-Schutzschalter regelmässig prüfen

29. Sept.
2 Min. Lesezeit

Um vagabundierende Ströme oder auch grössere Ableitströme in von Kriechstrom betroffenen Betrieben abzuwenden, werden häufig TT-Netze erstellt. Innerhalb eines TT-Netzes ist die vollständige Installation von FI-Schutzschalter vorgeschrieben. Warum dies so ist, wird im nachfolgenden TBB-Tipp erklärt.


Wie funktioniert ein FI-Schutzschalter?

Der Fehlerstrom-Schutzschalter (kurz FI) erkennt, wenn ein Teil des Stroms über einen unerwünschten Weg (z.B. über ein Mensch, Tier oder über eine defekte Installation zur Erde) fliesst und unterbricht den Stromkreis sofort. Er bietet für Mensch und Umwelt die grösste Sicherheit.


Notwendigkeit des FI-Schutzschalters

Nach der Niederspannungsinstallationsnorm müssen alle elektrische Installationen, welche nach dem Jahr 2000 erstellt worden sind mit einem FI-Schutzschalter geschützt sein.


Wie prüfe ich die Funktion des FI-Schutzschalters?

Jeder FI-Schutzschalter ist mit einer Testtaste versehen. Durch das Betätigen dieser Testtaste löst der FI sofort aus und der angeschlossene Stromkreis wird spannungsfrei.

Achtung: Damit es nicht zu unnötigen Schäden an angeschlossenen Anlagen kommt (z.B. Melkroboter), sind diese vorgängig auszuschalten.


Auf dem Bild ist ein FI-Schutzschalter mit Testtaste zu sehen.
Testtaste des FI-Schutzschalters

Wie häufig prüfe ich ich die Funktion des FI-Schutzschalters?

Jeder FI-Schutzschalter ist zweimal pro Jahr oder nach Herstellerangaben zu Überprüfen, unabhängig davon, ob ein TT-Netz installiert ist oder nicht. Die Prüfung der Schutzschalter ist sauber zu dokumentieren. Dabei muss die Bezeichnung der geprüften Schutzschalter, das Datum sowie den Namen der prüfenden Person schriftlich festgehalten werden. Um FI-Schutzschalter zu testen, sind keine Ausbildungen notwendig.


Warum geniesst der FI-Schutzschalter im TT-Netz eine besondere Wichtigkeit

Stromkreise, welche nicht zusätzlich über einen FI-Schutzschalter abgesichert sind, verfügen über einen Leistungsschutzschalter (LS) oder Schmelzsicherungen. Diese schalten sich bei Überlast der elektrischen Leistung nach einer thermischen Entwicklung innerhalb des Leistungsschutzschalters oder der Sicherung aus. Bei einem Kurzschluss schnellt die Stromstärke innerhalb von Millisekunden in die Höhe und der LS oder die Sicherung unterbricht den Stromfluss sofort. In einem TT-Netz wird durch die Erstellung einer Erdungsinsel der Kurzschlussstrom merklich kleiner. Im Fehlerfall, reicht die magnetische Kraft im Schalter nicht aus, um eine direkte Auslösung zu erreichen. So kann es im Falle eines Kurzschlusses dazu führen, dass die Sicherung / LS erst nach Sekunden oder Minuten auslöst, was eine erhebliche Gefahr für Mensch und Tier darstellt. Ebenso ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Ausschaltzeit kleiner 5 Sekunden bleibt. Aus diesem Grund ist die zusätzliche Absicherung mit einem FI-Schutzschalter innerhalb des TT-Netzes Pflicht. Es ist von besonderer Wichtigkeit, dass der FI-Schutzschalter im TT-Netz regelmässig auf seine einwandfreie Funktion geprüft wird.


Wie ist vorzugehen, wenn ein FI-Schutzschalter nicht ordnungsgemäss funktioniert?

Schaltet ein FI-Schutzschalter beim Test nicht umgehend aus, ist der ortsansässige Elektriker beizuziehen. Schaltet ein FI-Schutzschalter regelmässig von selbst aus, ist möglicherweise ein Fehler im Stromkreis vorhanden. Auch hier ist der ortsansässige Elektriker zu kontaktieren.


Du möchtest mehr zum Thema Kriechstrom lesen, dann klicke hier.




Kommentare


Tier&Technik 2027
Tier&Technik 2027
Do., 25. Feb.
Olma Messen St.Gallen AG
Erfahre mehr über die Tier&Technik: https://tierundtechnik.ch/de

Kontakt - Zögere nicht, uns zu kontaktieren!

Vielen Dank!

Datenschutz

© 2025 TBB-Rind.

ADRESSE

Brügglimattweg 6
3282 Bargen

TELEFON

079 787 18 49

EMAIL

  • Facebook Social Icon
  • Instagram
  • Youtube
TBB-Rind tierärztliche Bestandesbetreuung
bottom of page