Ein Tag mit Christoph – Unterwegs in der Bestandesbetreuung (3/5)
- praktikum96
- vor 3 Tagen
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Im Rahmen meines Praktikums bei TBB-Rind durfte ich einen Tag lang Tierarzt Christoph begleiten. Dabei erhielt ich einen spannenden Einblick in die vielseitige Arbeit eines Bestandestierarztes und die enge Zusammenarbeit mit den Landwirtinnen und Landwirten.
Bereits zu Beginn des Tages zeigte sich, wie flexibel der Berufsalltag eines Tierarztes sein kann. Zwei geplante Termine wurden wetterbedingt abgesagt. Christoph reagierte rasch auf die Änderungen und passte die Tagesplanung entsprechend an. Wenn möglich haltet sich das TBB Team an den Terminen fest. Für mich war es beeindruckend zu sehen, wie flexibel und lösungsorientiert in solchen Situationen gearbeitet wird.
An diesem Tag besuchten wir drei verschiedene Milchviehbetriebe, die von TBB-Rind im Rahmen der Bestandesbetreuung begleitet werden. Entscheidet sich ein Betrieb für dieses Angebot, findet in der Regel alle zwei Wochen ein Besuch statt. Die Themen und Schwerpunkte werden jeweils vorgängig mit der Betriebsleitung besprochen. Dadurch können aktuelle Fragestellungen gezielt bearbeitet und die Betriebe individuell unterstützt werden.
Auf dem ersten Betrieb standen Trächtigkeitsuntersuchungen der Milchviehherde mittels Ultraschalles auf dem Programm. Diese Untersuchungen liefern wichtige Informationen für die Fruchtbarkeitskontrolle und ermöglichen eine gezielte Planung der nächsten Arbeitsschritte auf dem Betrieb.
Auch auf dem zweiten Betrieb wurden Trächtigkeitsuntersuchungen vorgenommen. Zusätzlich durfte ich bei der Besprechung einer Jahresanalyse dabei sein. Betriebe, die sich für die Bestandesbetreuung entscheiden, erhalten einmal jährlich eine umfassende Auswertung ihrer Betriebsdaten. Dabei werden Kennzahlen wie Milchleistung, Eutergesundheit oder Fruchtbarkeit analysiert und gemeinsam besprochen. Auffälligkeiten werden erkannt und mögliche Verbesserungsmassnahmen diskutiert. Für mich war diese Besprechung besonders interessant, da ich miterleben konnte, wie Daten genutzt werden, um die Herdenleistung und Tiergesundheit langfristig weiterzuentwickeln.
Ein wichtiger Bestandteil der Bestandesbetreuung ist die laufende Erfassung und Auswertung betrieblicher Kennzahlen. Dazu gehören unter anderem Daten zum Nachgeburtsverhalten, zu Euterentzündungen oder zur Milchleistung. Diese Informationen werden im Bestandesbetreuungsprogramm erfasst und ausgewertet. So können Entwicklungen früh erkannt, jahreszeitliche Unterschiede analysiert und gezielte Massnahmen zur Verbesserung der Situation erarbeitet werden.
Auf dem dritten Betrieb durfte ich erneut bei Trächtigkeitsuntersuchungen dabei sein. Dabei wurde mir einmal mehr bewusst, wie wichtig eine regelmässige Bestandesbetreuung für ein professionelles Herdenmanagement ist. Durch die kontinuierliche Begleitung können Probleme früh erkannt und gemeinsam mit den Betriebsleitenden Lösungen erarbeitet werden.
Besonders geschätzt habe ich auch die Fahrten zwischen den Betrieben. Diese Zeit nutzte ich, um Christoph Fragen zu stellen. Er beantwortete sie fachlich, verständlich und mit Beispielen aus der Praxis. Dadurch konnte ich mein Wissen erweitern und viele Zusammenhänge besser verstehen.
Der Tag hat mir gezeigt, wie vielseitig die Arbeit eines Bestandestierarztes ist. Neben tierärztlichem Fachwissen sind auch Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit und eine enge Zusammenarbeit mit den Landwirtinnen und Landwirten gefragt. Die Einblicke in die Bestandesbetreuung haben mir sehr gefallen und meinen Blick auf die moderne Milchviehhaltung erweitert.





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